. .

Schnarchen und Schlafapnoe

Wird als störendes Phänomen Schnarchen berichtet, muss zwischen einem „primären“ Schnarchen, das nicht gefährlich, aber lästig für den Lebenspartner oder –partnerin ist, und einer schlafbezogenen Atemstörung unterschieden werden. Neben einer speziellen Befragung kann hierbei notwendig werden, eine Somnoskopie durchzuführen, bei der die oberen Atemwege während eines medikamentös eingeleiteten Schlafes (Narkose) endoskopisch untersucht werden. Weitere Untersuchungsschritte können eine Polygraphie, die ambulant erfolgen kann, und Polysomnographie sein, die eine Nacht in einem Schlaflabor erforderlich macht. Hierbei orientiert der Schlafmediziner sich an den Leitlinien der Österreichischen Gesellschaft für Schlafmedizin und Schlafforschung (ÖGSM).
Der schlafmedizinisch qualifizierte HNO-Arzt betreut vor allem Patienten mit einem sog. Obstruktiven Schlafapnoe-Syndrom (Atempausen im Schlaf mit Sättigungsabfall) und Schnarchen bei Kindern und Erwachsenen. Neben konservativen Maßnahmen bieten sich je nach Einzelfall auch operative Maßnahmen an (z.B. Mandelentfernung, Weichgaumenreduktion oder Laserung des Weichgaumens, Zungengrundverkleinerung, je nach Befund auch eine Nasenoperation). Je nach Erkrankungsstadium des Obstruktiven Schlafapnoe-Syndroms kann auch eine nächtliche Überdruckbeatmung (nasales CPAP, BiPAP, Auto-CPAP) notwendig werden.