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Analgetikaintoleranz (Unverträglichkeit von Schmerzmitteln)

Das Krankheitsbild Analgetikaintoleranz beschreibt das Vorliegen einer Unverträglichkeit von nicht-steroidalen Antirheumatika bzw. Schmerzmitteln, wie z.B. Schmerzmittel, die Acetylsalicylsäure enthalten, dem Vorhandensein von Nasenpolypen und dem Bestehen von Asthma bronchiale. Die Erkrankung ist keine echte Allergie, wie z.B. Heuschnupfen und eine Gräserallergie, sondern vielmehr eine biochemische Störung im Lipidstoffwechsel bzw. Stoffwechsel der Arachidonsäure.  

Getestet wir das Vorliegen der Erkrankung nur an wenigen Kliniken und Krankenhäuser, so auch in der Steiermark im Krankenhaus der Elisabethinen in Graz. Die Testung setzt eine große Erfahrung im Umgang mit dieser Erkrankung voraus und wird aktuell bevorzugt unter stationären Bedingungen über wenige Tage durchgeführt, bei der die Patienten in langsamer Dosissteigerung Acetylsalicylsäure (ASS) zu sich nehmen müssen und parallel hierzu die Reaktion des Körpers, u.a. der Bronchien überwacht wird. Zeigen sich Symptome einer Unverträglichkeit wie leichter Bronchospasmun, Fließschnupfen oder andere Zeichen, kann der Betroffene auf eine Dauertherapie mit ASS eingestellt werden, sobald er durch gezielte Wiederholung der ASS-Einnahme unter stationären Bedingungen ASS verträgt.

Zur Erhaltung muss dann täglich 1 Tablette ASS 300 mg protect und zusätzlich ein Magenschutz eingenommen werden. Durch die tägliche Einnahme von ASS kann sich in der Folge auch die Lungenfunktion bessern und ein erneutes Wachsen von Nasenpolypen gebremst oder verhindert werden.

Wichtig ist, die tägliche Einnahme von ASS nicht länger als 48 Stunden zu unterbrechen, da sonst der Effekt der Behandlung sofort verschwindet und wieder die früher bestehende Allergie-ähnliche Unverträglichkeit auftritt! Es muss dann erneut in einer hierfür spezialisierten Abteilung auf ASS eingestellt und mit einer ASS-Dauertherapie begonnen werden.