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Mandel­ent­zündungen ("Anginen") und Rachen­mandel­ver­größerung

Besonders im Kindesalter spielen die Rachenmandeln (Adenoide oder im Volksmund auch "Polypen" genannt) und Gaumenmandeln eine große Rolle bei der Infektionsabwehr des Körpers. Treten zu häufig oder chronisch Mittelohrentzündungen auf (z.B. durch Vorhandensein von Sekret hinter dem Trommelfell), oder ist das Kind durch ständige Entzündungen im Rachen und der Nase geplagt, wird eine Entfernung der Rachenmandeln (Adenotomie) empfohlen. Dies erfolgt in einer kurzen Vollnarkose durch die Mundhöhle hindurch. Die Operationsschmerzen halten in der Regel ein bis zwei Tage an, weshalb mit Schmerzmitteln direkt nach dem Eingriff begonnen wird.

 

Bestehen häufig wiederkehrende Mandelentzündungen (Anginen) oder liegt eine Schlaf-Atem-Störung aufgrund  übergroßer Gaumenmandeln vor, wird je nach Lebensalter eine Teilentfernung der Gaumenmandeln (Tonsillotomie) oder vollständige Gaumenmandelentfernung (Tonsillektomie) empfohlen. Einen Teilentfernung der Gaumenmandeln erfolgt entweder mit einer Hitzestromnadel oder dem Laser. Beide Varianten sind gewebeschonend und gleichzeitig blutstillend. Vereinzelt wenden wir bei der Mandelverkleinerung die sog. Coblation an, ein besonders schonendes thermisches Abtragungsverfahren. Die Eingriffe werden wiederum in Vollnarkose unter stationären Bedingungen durchgeführt.

Alle genannten Eingriffe an den Mandeln haben ein gewisses Nachblutungsrisiko, sodass man sich als Patient genau an die Anweisungen von Arzt und Pflegepersonal halten sollte. Meist ist eine Nachblutung nicht bedrohlich und kommt in der Regel von selber zum Stillstand. In jedem Fall sollten Sie jedoch mit Ihrem behandelnden Arzt Kontakt aufnehmen oder die behandelnde Abteilung aufsuchen, falls Sie bereits nicht mehr stationär behandelt werden. Bei besonders starken Blutungen müssen Sie die Rettung verständigen.

Informationsbroschüre Coblation

Hier finden Sie interessante Informationen zum minimal-invasiven Eingriff

HNO-Arzt Dr. Tilman Keck

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Dr. Keck ist KFA-Vertragsarzt bzw. Wahlarzt

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